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Nachdem ich mir vorgenommen habe, ab sofort abends wieder zu meditieren, habe ich mir für die Samhainzeit einen recht düsteren Meditationsaltar hergerichtet. Hier möchte ich meinen lieben Verstorbenen gedenken, über den Tod und Abschiednehmen reflektieren, mich mit meinen Schatten konfrontieren, und, und, und….

Und auch mal wieder einen Blick in die Kristallkugel wagen.

Meditationsaltar zu Samhain

Meditationsaltar zu Samhain

Und gleich am ersten Abend musste die Meditation bereits ausfallen, weil ich lieber ins Kino ging und den Film „die Päpstin“ anschaute. Ich fand den Film sehr gut, kam gut ans Buch ran und die Besetzung der einzelnen Charaktere war bestens. Warum der Film nur so mittelmäßige bis schlechte Kritiken bekam kann ich mir nur als Kampagne gegen den Inhalt vorstellen. Wenn es diese Päpstin wirklich nie gegeben hat, warum klafft dann ausgerechnet eine Lücke dieser Zeit in den Aufzeichnungen? Warum braucht es dann diesen besonderen Stuhl, mittels dem das Geschlecht des Papstes bestätigt wird? Weil nicht sein kann, was nicht sein darf? Wie auch immer: grandioses Buch, sehr guter Film!

Juhu, ein ganzer Karton mit kardierten Wollzügen und zwei zusätzlichen Spindeln aus Buchenholz  ist wieder eingetroffen. Damit ich im Winter wieder was zum Spinnen habe :-)

Ich finde das Spinnen einen ungemein magischen Prozess, der einen mit den Nornen, den Mythen und Märchen verbindet. Die Spindel an sich ist schon so ein magisches Gerät, das wohl auch deshalb so oft in Märchen verwendet wird. Der Lebensfaden wird gesponnen, verwoben und am Ende abgeschnitten. Wie man sich allerdings mit einer Spindel in den Finger stechen kann, das bleibt mir ein Rätsel. Mit meinen Buchenholzspindeln ist das nicht möglich, aber vielleicht mit einer Spindel aus Gold? Aber womöglich habe ich mich unbemerkt schon damit gestochen, denn ich bin zur Zeit wieder furchtbar müde.

Lesen kann man zum Spinnen nicht gleichzeitig, aber Hörbücher kann man gut dazu anhören (ich höre grade zum wiederholten Male  „ein Hut voller Sterne“ von Terry Prachett). Oder man kann einfach seinen Gedanken nachhängen und das Spinnen zu einer Meditation werden lassen, dazu chanten und gute Wünsche hineinspinnen. Eine Handspindel kann man auch gut überall hin mitnehmen, zur Kaffee-Einladung z.B.,  und Freunde und Familie damit wahnsinnig machen ;-)

Das graue Knäuel links ist ungefärbte Schafwolle aus Schottland (ich liebe Schottland), das andere sind alles Merino-Kammzüge in unterschiedlichen Qualitäten. Aus dem gesponnenen Garn sollen vor allem Socken entstehen.

Wolle, Wolle, Wolle

Wolle, Wolle, Wolle

Frischer Granatapfelsaft

Seit ich das Buch „Kubabas Granatapfel“ von Luisa Francia gelesen habe, stehe ich total auf Granatapfelsaft. Bisher habe ich ihn mir in Flaschen im Naturkostladen, Reformhaus oder in der Drogerie gekauft. Doch jetzt dachte ich mir, um wieviel besser muss denn ein frischgepresster Granatapfelsaft schmecken. Jaaaaa, schmeckt viel besser, aber was für eine Schweinerei…..

Hier ein paar Tipps, falls es auch jemand ausprobieren möchte:
Nur richtig schön rote Früchte kaufen, alle anderen sind nicht richtig reif und dann sauer bis bitter. Ein sehr scharfes Messer verwenden, am besten ein gezahntes, damit kommt man durch die dicke ledrige Schale am besten durch. Am besten in einer Schüssel aufschneiden, denn die rubinroten Kerne platzen sehr schnell bei Druck auf und mit diesem Saft werden im Orient Teppiche gefärbt (vielleicht auch was um Schafwolle zu färben?).

Und dann nur noch auf einer Zitruspresse auspressen – langsam und vorsichtig wegen der roten Spritzer überall…..

Granatapfelsaft in der Entstehung

Granatapfelsaft in der Entstehung

Aus einer einzigen so trocken und kernig aussehenden Frucht kommt doch erstaunlich viel Saft raus (fast 1/4 Liter).

Und der schmeckt richtig lecker :-)

Da weiß man dann auch, warum man annimmt, dass dies Evas Apfel der Versuchung im Paradies gewesen sein soll…

soooo viel Saft

soooo viel Saft

goldener Herbst

Kurzfristig freigenommen und raus an die Sonne! Heute ist wieder ein richtig goldener Herbsttag. In der Früh war der Boden noch total gefroren, gegen Mittag taute es an der Sonne aber und es wurde schön matschig und glitschig. Begleitet mich doch ein Stück auf meinem Spaziergang:

matschige Trampelpfade....

matschige Trampelpfade....

Ich versuche die Fotos immer auf höchstens 5 zu beschränken, hat ja nicht jede/r einen schnellen Internetzugang.

Auf dem Weg gibt es rechts und links immer viel zu sehen, zu schnuppern, einfach mal wieder richtig durchatmen, Stille – bis auf den Hubschrauber, der wohl nach einem Vermissten am Berg sucht. Als der zum Tanken wegfliegt ist wieder Ruhe.

überall Hagebutten

überall Hagebutten

Mein Eintritt in den Wald wird von einem Eichelhäher lautstark allen anderen Waldbewohnern angekündigt. Das Alarmsystem des Waldes funktioniert bestens. Er begleitete mich dann auch ein ganzes Stück des Weges misstrauisch und krächzte immer wieder auf mich herunter. Über uns zog ein Mäusebussard seine Kreise, immer wieder seinen Raubvogelschrei ausstoßend. Außer diesen beiden und viel Laubgeraschel war nichts zu hören.

am Waldrand

am Waldrand

Auf einer Lichtung ziemlich weit oben schon steht eine Holzbank in der Sonne. Sie war sogar trocken und ich machte hier Pause. Und weil ich so unbeobachtet war, nachdem hier unter der Woche wirklich niemand anzutreffen war, machte ich einen ausgiebigen Chakrenausgleich mit Reiki hier im Sitzen. Danach machte ich noch Runenyoga mit der Rune Algiz, weil die Sonne so schön auf die Handflächen schien. Hier in der Sonne hatten sogar einige Pilze überlebt, die meisten sind in den letzten Nächten erfroren.

die letzten Pilze?

die letzten Pilze?

Dann ging ich noch ein Stückchen weiter hoch zu einem Aussichtspunkt bevor ich mich wieder an den Rückweg machte. So allmählich kam der Schatten und es wurde wieder beißend kalt.

schöne Aussicht in den Neuschnee

schöne Aussicht in den Neuschnee

Und auf dem Rückweg bekam ich wieder etwas zum Nachdenken mit auf den Weg. Ich stieß um eine Kurve fast mit einem Mann zusammen, der da stand und auch Aussicht genoss. Wir kennen uns und hatten uns schon ewig nicht mehr getroffen. Also wurde geratscht (im Schatten, so dass mir mein verschwitzter Rücken eisig kalt wurde…). Im Verlauf des Gesprächs fragte er mich, ob ich denn keine Angst hätte, als Frau so allein im Wald. Seine Frau würde sich das nicht trauen.

Im Weitergehen wallte dann allmählich Zorn in mir auf. Ein Mann kann allein überall hingehen, während eine Frau immer Angst haben muss? Vor was? Genau, vor Männern! Komisch ist aber, dass grade in letzter Zeit diese ganzen U-Bahn-Schläger immer auf andere Männer eindreschen und sie sogar totschlagen. Müssten dann Männer allein nicht auch Angst haben? Eigentlich ist jede/r allein potentiell gefährdet. Soll man jetzt deshalb nur noch daheim herumsitzen und sich selber des Lebens draußen berauben? Das Leben ist nicht sicher, ist es nie gewesen und wird es nie sein – egal wie viele Gesetze gemacht werden, egal welche Strafen verhängt werden, gegen alles kann man sich nicht absichern.

Auf dem weiteren Weg gab ich mir im Laufen wieder Reiki, um wieder in eine friedlichere Stimmung zu kommen.

Und jetzt wird gekocht – es gibt Brokkoli-Kartoffelbrei mit über Buchenholz geräuchertem, marinierten Tofu, das ganze überstreut mit Sonnenblumenkernen und zerriebenen Sonnenblumenblütenbättern – und dazu Luisa Francias „das magische Kochbuch“.

Soviel im Haus wie vergangene Woche war ich schon lange nicht mehr am Stück. Nachdem mich in der warmen Jahreszeit und bei schönem Wetter sowieso nichts drinnen hält und im Haushalt wirklich nur das nötigste erledigt wird, kommt jetzt die Zeit, in der ich wieder ruhiger werde und mich sogar mit Vergnügen den häuslichen Tätigkeiten widme. Es wird wieder alles gründlich gereinigt und geschrubbt, ein riesiger Berg Bügelwäsche hat sich angesammelt und will bearbeitet werden, es wird wieder ausgiebig gekocht und eingefroren, neue Rezepte ausprobiert, Brot gebacken,

nur eine schnelle Fertigmischung im Backautomaten

nur eine schnelle Fertigmischung im Backautomaten

gehandarbeitet, gelesen und mal wieder gründlich ausgemistet, damit sich nicht zu viel wieder ansammelt. Ich habe mir sogar schon eine allabendliche Meditation vorgenommen – das ist ein Bereich, den ich immer viel zu sehr vernachlässige und in jedem Herbst fällt es mir dann ein… Mal sehen, wie lange ich das diesmal durchhalte :-)

Dabei habe ich festgestellt, dass sich mein Leben dem natürlichen Jahresrhythmus bereits optimal angepasst hat. Oder war mir das früher nur nicht so bewusst? Ich nehme an, dass ich dadurch, dass ich viel draußen bin, die kürzer oder länger werdenden Tage durch die Lichtveränderungen vielleicht schon körperlich eher mitbekomme, als wenn ich mich täglich nur in künstlichem Licht aufhalten würde. Auch die Ernährung nur mit dem, was die Jahreszeit grade anbietet tut vielleicht ein übriges. Es ist aber wirklich sehr auffallend: im Frühjahr bekomme ich auf einmal eine riesige Energie und es treibt mich raus und zu neuen Projekten. Im Sommer wohne ich praktisch auf der Terrasse und nicht im Haus, zum Herbst hin werde ich etwas melancholisch und bekomme Putz- und Räumanfälle. Im Winter igle ich mich gerne ein. Da liebe ich zwar auch den Aufenthalt draußen bei Schneegestöber oder klirrender Kälte bei stahlblauem Himmel, aber da freu ich mich dann doch wieder sehr auf drinnen, Bücher, Wolle, Küche.

Jetzt im Herbst wird natürlich alles wieder fleißig dekoriert, nachdem ich wieder mehr drinnen bin, sogar das Büro. Da haben wir, meine Kollegin und ich, in den dunklen Ecken Teelichter sicher hingestellt und damit eine richtig heimelige Atmosphäre geschaffen. Hier verbringen wir immerhin mehr als 8 Stunden am Tag, da wollen wir es doch auch etwas wohnlich haben. Unser Büro erkennt man auch gleich: wir sind das Büro mit dem halben Urwald, den vielen Kerzen und dem herzhaften Lachen  :-D

Deko im Büro

Ausschnitt Deko im Büro

und wieder Socken

Was macht man bei diesem frostigen Wetter am besten? Genau, man fährt zu Freunden zum Kaffee/Tee, und strickt wieder. Hatte die Kamera dabei, weil wir an den Königsschlössern vorbei kamen, aber die lagen leider total im Nebel. Sehr schade.

Ach übrigens: mein Weihnachtskaktus, der mir jedes Jahr zuverlässig den ersten Schnee voraussagt, hat dieses Jahr verschlafen. Jetzt setzt er nachträglich wie verrückt Knospen an….

Diese Socken hier sind heute fertig geworden: grau, damit sie zu meinem neuen Schultertuch passen, Füßlinge glatt rechts gestrickt, dafür am Schaft auf der Innenseite lauter kleine Zöpfe und auf der Außenseite ein aufwändigeres Zopfmuster mit Noppen. Kann man auf dem Foto leider nicht so gut erkennen.

Socken mit Zopfmuster

Socken mit Zopfmuster

Ist schon irgendwie faszinierend: während unten noch alles grün ist, sich nur die Bäume golden verfärben, sieht man deutlich die Schneefallgrenze – darüber schon tiefster Winter. Und irgendwie ist es auch bereits eisig kalt. Sogar meine Autoscheiben waren heute Morgen zugefroren. Man sieht und fühlt, wo Skadi, die Göttin von Eis und Schnee, die Welt berührte. Musste  mit dem Auto einfach anhalten, den Anblick ehrfurchtsvoll in mich aufsaugen und dann natürlich fotografieren. Leider werden die Fotos dem wundervollen Anblick nicht gerecht. Dafür bräuchte man eine Weitwinkelkamera.

zur Mittagsstunde

zur Mittagsstunde

Hier ist es richtig gespenstisch – als lebte man in zwei Zeitzonen gleichzeitig. Herbst und Winter nur eine Handbreit voneinander entfernt.

Herbst oder Winter?

Herbst oder Winter?

mein neues Schultertuch

Daran hatte ich jetzt jeden Abend gestrickt. Jetzt ist es fertig, mein Schultertuch in einem fröhlich bunten silbergrau :-)
Gerade rechtzeitig ist es fertig geworden, denn geheizt wird noch nicht. Schnucklige 15 Grad im Wohnzimmer, da kann man sich noch gut entsprechend kleiden und den CO2-Ausstoß noch niedrig halten.

Dieses Dreieckstuch beginnt man oben in der Mitte  zu stricken. Das war die ersten paar Reihen noch etwas verwirrend, aber wenn man ein Stück gestrickt hat, dann wird klar wie es gehören soll. Mir gefiel das Muster, weil es mich an Freyas Vogelfedermantel erinnert. Jetzt muss ich es nur noch spannen und dämpfen. Es ist ziemlich genau 2 Meter breit und 1 Meter lang wenn es gespannt ist.

Den Orbs wurde es draußen wohl auch zu kalt und sie kamen mit rein :-o

Schultertuch mit Orbs

Schultertuch mit Orbs

andere Perspektive, Orb links

andere Perspektive, Orb links

Gerade rechtzeitig, denn heute morgen sah es draußen so aus…

Skadi ist vorübergehuscht

Skadi ist vorübergehuscht

Unscharf, weil es noch zu dunkel war.

Aber im Garten funktionierte der Blitz

Alle Pflanzen weiß bestäubt

Alle Pflanzen weiß bestäubt

Wetterkapriolen

Vor 6 Tagen, also nicht mal einer Woche, hatten wir noch einmal 32 Grad im Schatten auf der windgeschützten Terrasse. Und jetzt diese paar Tage später sieht es bei uns so aus….

der 1. Schnee

der 1. Schnee

Der erste Schnee, 1 Grad in der Früh und Kopfweh. Das ist wirklich das einzige was ich am Allgäu nicht mag. Bei uns gibt es keine sanften Übergänge. Entweder es ist heiß oder es ist kalt, dazwischen gibt es nicht viel. Jetzt sitze ich bei kuschligen 16 Grad im Wohnzimmer, die Katze schläft angekuschelt neben mir, und stricke an einem Dreiecksschultertuch, das ich hoffentlich bald fertig präsentieren kann.

Auch die Katzen, die man den Sommer über grade mal kurz zur Raubtierfütterung zu Gesicht bekommt, bewegen sich nicht mehr weit vom Haus weg und seit gestern schlafen sie wieder viel und ausgiebig. Die Kuschelzeit hat wieder begonnen.

Heute Abend werde ich mir eine erste Tasse Glühwein gönnen vor dem Schlafen gehen. Da fällt man wohlig warm und müde ins Bett :-)

neuer Lesestoff

Das Buch Mabon habe ich fertig gelesen und es hat mir sehr gut gefallen. Nette Geschichten um die Erntegöttinnen, unterhaltsam zu lesen. Einzig der Rezeptteil war eher auf USA zugeschnitten (z.B. Backofen auf 400 Grad aufheizen, Dosenkürbisse), aber das war grade mal ein kurzes Kapitel.

Meine Thriller habe ich auch fertig gelesen, dann geht es jetzt also weiter mit neuem Lesestoff. Das Jahresrad dreht sich weiter, also kommt jetzt das Buch Halloween dran, von Silver RavenWolf geschrieben. Bei ihr bin ich mir nie schlüssig, ob mir ihre Bücher gefallen oder nicht. Leicht und nett zu lesen, aber irgendwie alles so rosarot, wenn ihr versteht was ich meine.  Aber egal, das wird jetzt vorurteilsfrei gelesen und hinterher wieder berichtet.

Dann habe ich bei Grey Owl das Buch Jambalaya von Luisah Teish gesehen, in dem es um Voodoo als ursprüngliche Religion geht, ein Zauberbuch der natürlichen Frauenkraft mit Ritualen und Meditationen. Und jetzt kommt’s: von Luisa Francia übersetzt und mit einem Vorwort versehen. Das fehlte natürlich noch in meiner Sammlung und ich freu ich mich schon aufs Lesen.

Und dann habe ich endlich „das magische Kochbuch“ von Luisa Francia über ein großes online-Auktionshaus zu einem vernünftigen Preis erwerben können. Da war ich schon lange auf der Jagd. Irgendwie entwickel ich mich grade wieder zur Küchenhexe zurück. Dabei werde ich mir natürlich die Freiheit nehmen, bei Fleischgerichten das Fleisch durch Soja, Saitan, Sellerie oder sonstwas passendes zu ersetzen.

neuer Lesestoff

neuer Lesestoff

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