Neulich habe ich mit einer Freundin diskutiert, ob es den „religiösen Kram“ überhaupt braucht oder ob es auch ohne geht. Ihr Standpunkt war, dass sie lieber was praktisches macht, mit den Händen was herstellt, quasi Küchenmagie betreibt und dass es dazu nichts religiöses braucht. Mir persönlich ist das zu wenig.
Man kann es Schicksal nennen, Karma oder Wille der Götter – ich habe grade in letzter Zeit erfahren, dass alles so kommt wie es kommen soll. Und wenn man sich sperrt, dann kommt es eben mit Gewalt daher, also am besten flexibel bleiben und im Lebensfluß mitfließen. Ob man darin eine höhere Macht erkennt die uns lenkt oder einfach ein physikalisches Naturgesetz, welches wir heute noch nicht erklären können, das ist doch egal. Für mich ist es eine Tatsache, dass wir im Gewebe der Schicksalsfäden drin hängen wie in einem Spinnennetz, mit allem und jedem verbunden durch die Fäden. Jede Bewegung von uns verursacht wellenförmige Bewegungen von uns weg in diesem Gewebe, erreicht dadurch andere und beeinflusst diese damit auch. Also jede Tat, jeder Gedanke, kann diese Wellen verursachen. Das ist eine nordische Vorstellung mit diesem Gewebe, das die Nornen weben. Dieses Bild war für mich ein richtiges Aha-Erlebnis, weil ich dadurch auf einmal gewisse Zusammenhänge verstehen lernte von Ursache und Wirkung. Und mich tröstet die Vorstellung von Göttern die uns Gutes wollen und uns deshalb manchmal anschubsen, dann aber auch wieder liebevoll die Hand reichen. Und die natürlich das Gewebe am Leben erhalten und die Fäden immer weiter spinnen und uns darin verstricken.






Sehe ich genauso. Man amg Göttinnen, Götter, Engel und derartiges nicht brauchen. Stimmt, ich tue es aber.
Und ich habe gerade in den letzten Jahren, seit ich mich mit Magie und derartigem beschäftigt immer wieder erlebt, dass es wirklich so ist, es kommt, wie es kommen soll. Total irre.
Ich wollte früher immer bestimmte Arbeiten haben (also Jobs) und bekam sie nicht. Im nachhinein merkte ich dann, dass es genauso kommen musste und es für mich besser war.
Und die Beschreibung des Schicksals finde ich schön.
lllg
erdchen