Magie ist eigentlich nichts besonderes. Man muss nur seine Sichtweise und die Aufmerksamkeit etwas ändern und schon steckt man mitten drin in einer magischen Welt.
Nach einem Vortrag wurde Luisa Francia gefragt, was denn eigentlich Magie überhaupt sei. Luisa antwortete mit drei Worten: Magie ist Kommunikation. Da kam man ins Grübeln. Wie meint sie das denn? Dabei ist die Antwort so einfach. Kommunikation ist ein sich austauschen, sich verbinden, verbünden, ein Sprechen (auch stumm, nur im Geist, durch Gesten, durch Mimik) mit und zu allem, ob es nun mit den Elementen wie Feuer, Luft, Wasser oder Erde ist, oder mit einem Grippevirus, der sich grade fröhlich im Körper ausbreitet. Vielleicht ruft dich auch einfach nur mal der Regen nach draußen, indem er nachts fest an dein Fenster trommelt. Kommunikation funktioniert ja nicht nur in eine Richtung. Und dieser Austausch, dieses sich verbinden, durch geben und annehmen, strömen und strömen lassen, das ist Magie.
Nimm etwas alltägliches aus dem Alltag heraus und mach es zu was besonderem und du wirst die Magie des Gegenstandes oder des Augenblicks erkennen. Betrachte einen Weg den du täglich gehen musst auf einmal mit den Augen eines Touristen oder eines Fotografen, der nach einem Fotomotiv sucht, und du wirst dich wundern, was du alles entdeckst, an was du immer blind vorbei läufst. Dieser Moment, indem du dieses Wunder entdeckst, ist magisch.
Durch Magie kannst du die sogenannte Realität verändern. Du transformierst deine Träume, Vorstellungen und Wünsche in diese Wirk-lichkeit (sie wirkt). Alles besteht einfachst ausgedrückt aus Molekülen, Atomen, Energie. Diese Moleküle, Atome, sind nicht starr zusammengeschweißt, sondern halten durch Anziehungskräfte, dazwischen fließt Energie. Energie kann man erzeugen, leiten, kontrollieren, sich entladen lassen. Nachdem alles aus dem gleichen Urmaterial gefertigt ist (auch wir) und nichts starr ist und ewig gleich bleibt, kann sich auch alles mit allem austauschen, verbinden, kann alles verändert werden. Deshalb ist auch der Ausdruck “Mensch und Natur” so absurd. Auch der Mensch ist Natur und nicht getrennt davon. Und hier kommen wir schon allmählich in Richtung Naturreligion. Alles gehört zusammen und zu einem großen Ganzen, nichts ist getrennt voneinander, alles ändert, nichts vergeht. Und wenn der Mensch beseelt ist, dann auch Tiere, Pflanzen, usw.
Magie ausüben? Eigentlich muss man nur lernen und üben wie man Energien in sich erzeugt, leitet, lenkt, sich entladen lässt auf das Ziel hin, damit eine Veränderung, eine Verschiebung der “Realität” zu bewirken, manchmal mit Hilfe von Energien von außen, durch die vier Elemente oder durch Helferwesen.
Nachdem aber alles zusammenhängt und miteinander verbunden ist, liegt hier auch die Gefahr der Magie. Es verändert sich etwas im Gewebe. Wer diese Veränderung herbeiführt, ist auch für die Folgen voll verantwortlich. Wenn man für jemanden Magie wirkt, dann verbindet man sich dadurch auch mit dieser Person und ihrer Absicht, im Guten wie im Schlechten. Deshalb sollte man sich gut überlegen, ob man für jemand anderen magisch tätig werden will. Erst sollten alle anderen Lösungswege versucht werden und die Magie erst als letztes Mittel verwendet werden. Denkt immer bildhaft an das große Ganze als ein Gewebe, das durch Fäden des Schicksals von den Nornen gewoben zusammengehalten wird, und alles was lebt zappelt in diesem Netz herum. Jede Magie verändert das Gewebe, Fäden können reißen, Löcher können entstehen, ein Leben kann mit einem anderen verknotet oder getrennt werden. Ein Zupfen an einer Ecke kann ein Reißen am anderen Ende bewirken. Macht euch eure Verantwortung bewusst.
Hier könnte man ewig weiterphilosophieren! Macht euch doch selber mal Gedanken und spinnt den Faden weiter…..





