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Irgendwie hat mich der November-Blues erwischt. Eine Erkältung ist im Anmarsch und ich will doch nächste Woche fit sein, weil eine kleine Reise ansteht (ich werde berichten). Also kippe ich literweise Salbei- und sonstige Kräutertees in mich rein um sie gleich rauszuschwemmen und räuchere mit Fichte, Wacholder, Gugul und Kampfer. Habe schon das Gefühl, dass die Erkältung auf dem Rückzug ist.

Bei der Arbeit ist so viel zu tun und da stehen auch wieder Veränderungen an die ich nicht mag, da muss ich auch zusehen, dass ich im Fluss bleibe.

Zwei Familienangehörige von uns mussten kurz hintereinander mit Notarzt ins Krankenhaus, ein Verdacht auf neuen Herzinfarkt und ein weiterer von vielen leichten Schlaganfällen, so dass wir wieder ständig zwischen den Kliniken und der Arbeit hin und her pendeln.

Meine eigenen Zipperlein verschlimmern sich auch grade wieder und ich bekomme es einfach nicht in den Griff.

Draußen ist alles kalt, trüb und grau und passt sich meiner Stimmung an.

Aber warum jammere ich überhaupt? Es geht mir ja körperlich nicht wirklich schlecht, es ist nur sehr lästig, manchmal macht es mir auch Angst, aber ich bin eigentlich nur genervt weil es nicht besser wird, obwohl ich soviel dafür mache. Doch jetzt freu ich mich erst mal auf nächste Woche und darüber, dass unsere Streunerin wieder mehr daheim ist und ausdauernd und gerne auf mir herumfläzt und schläft (am liebsten auf meiner vom Tee vollen Blase….). Ein großes Bücherpaket habe ich wieder geliehen bekommen – zu den Büchern die ich mir hergerichtet hatte komme ich also noch nicht, denn aus der Bücherei liegen auch noch 5 Bücher herum. Dann fragt schon jeder nach Wunschzetteln für das Julfest, wobei auch schon Vorfreude aufkommt.  Als Krönung habe ich einen wundervollen Mann und liebe Freundinnen, die mich alle nicht hängen lassen. Und euch, ihr Lieben, die ihr mir immer so nette Kommentare schreibt.

Einfach mal ein Danke an euch alle!

Nachdem ich neulich die altrosa Mitteldecke aus Strickspitze wieder in den Fingern hatte, dachte ich mir, warum eigentlich nicht mal wieder wenigstens ein kleines Deckchen versuchen. Und ich wusste gleich wieder, warum ich das nie mehr machen wollte….
Dieser dünne Faden, die extrem dünnen Stricknadeln (1,5 mm), das Gefummle am Anfang, wenn nur ein paar Maschen auf den Nadeln sind (ich habe nämlich lange Fingernägel – Natur selbstverständlich – die dabei ganz schön hinderlich sind), dann das ständige Musterzählen so dass man sich nicht mal dabei mit jemandem unterhalten kann – irgendwie geht mir das an die Nerven. Aber es soll ein Geschenk werden, deshalb habe ich mich durchgebissen. Und sogar gleich noch ein Zweites begonnen, das jetzt schon flotter von der Hand geht.

So sieht das fertig gestrickte Deckchen aus: ein komisches Häufchen…..

sieht noch ganz schön traurig aus....

Wie bekommt man jetzt aus diesem traurigen Etwas ein Deckchen?
Man muss es spannen. Am besten geht das auf einem Teppich, ein sauberes Tuch unterlegen und mit Nadeln feststecken. Nachdem wir überall Parkett und Laminat haben, habe ich mir aus einem Geschäft einen kleinen Teppichrest besorgt, Vorteil – der Teppich sollte sauber sein und hoffentlich auch nicht abfärben…
Darauf wird also das Deckchen mit Nadeln in jedem der Außenbögelchen gespannt festgesteckt. Dazu sollte man entweder die Größe und Form die es haben soll visualisieren können oder alternativ auf dünnem Papier den Umriss am besten mit Details aufzeichnen und unter dem Deckchen auf dem Teppich feststecken. Nachdem ich von Natur aus eher bequem veranlagt bin und ein gutes Vorstellungsvermögen habe, stecke ich es natürlich gleich frei aus dem Handgelenk fest :-)
Wenn alles so sitzt wie es soll – es geht nicht zu genau, denn wenn die Nadeln rauskommen, dann zieht es sich wieder etwas zusammen, dann kann man es mit Sprühstärke besprühen und trocknen lassen. Nachdem ich Spaydosen mit Treibmittel – egal was für eins – nicht mag, nehme ich Flüssigstärke mit Wasser verdünnt und tupfe das mit einem Schwämmchen auf.
Das sieht dann so aus und ich hoffe, dass es die Form auch behalten wird….

so gut wie fertig

Nachteil von diesen Deckchen ist, dass man sie nach jedem Waschen wieder so spannen sollte. Ich habe allerdings bei diesen kleinen Deckchen festgestellt, dass man sie nach vorsichtiger Handwäsche auf dem Bügelbrett einigermaßen arrangieren kann und dann mit einem feuchten Tuch abgedeckt gut bügeln kann.

Ja, ich habe es wieder getan – ich habe 2 sehr günstige Tarotdecks gesehen und konnte einfach nicht widerstehen…

Den Bilderschlüssel-Tarot (Pictorial-Tarot) und The Fantastic Menagerie Tarot.

Der Bilderschlüssel-Tarot hat mich angenehm überrascht. Er hält sich ziemlich an die Rider-Waite-Bilder, aber mit echten Personen. Diese Fotos sind allerdings etwas verfremdet, so dass die Gesichter nicht so deutlich als Fotos zu erkennen sind, sondern eher computeranimiert wirken.

Bilderschlüssel Tarot

Und das Fantastic Menagerie Tarot – na ja, es erinnerte mich an die Fleißbildchen, die es in meiner Schulzeit in der 1. Klasse noch gab. Für jede saubere Hausaufgabe mit ein paar Zeilen extra gab es einen goldenen Punkt und für 10 goldene Punkte ein Fleißbildchen. Ich habe mich sozusagen mit diesem Tarot ordentlich nachträglich belohnt :-)

Fantastic Menagerie Tarot

Und überhaupt fühle ich mich grade, als hätte ich Geburtstag: die Tarots trudeln ein und ein Päckchen von Dryade war gestern auch im Briefkasten – herrliche Räuchersachen :-)

Herzlichen Dank an dich, liebe Dryade!!!

Heute morgen saß ich am Frühstückstisch und gab mir zeitungslesend Reiki auf mein rechtes Bein. Auf einmal kam mir das Buch von Clemens Kuby in den Sinn (Heilung, das Wunder in dir), worin er schrieb, dass Krankheiten die linke Körperseite betreffend bedeuten, man müsse etwas Vergangenes abschließen, beenden, während die rechte Seite bedeute, dass die Seele und ihre Aufgabe nicht mehr auf Linie seien. Natürlich gibt es hier auch noch viele andere Bedeutungen wie Emotion und Ratio, weibliche und männliche Anteile im Verhalten und bestimmt noch viele mehr. Aber ich finde den Ansatz von Kuby für mich am plausibelsten. Jetzt sitze ich also wieder da und grüble. Rechte Seite – wo bin ich also aus der Spur geraten? Und hatte auf einmal den Satz im Kopf: lebe deine Wahrheit! Aber Hallo, das tu ich doch. Oder doch nicht so ganz, nur halblebig? Was ist meine Wahrheit? Und da kam mir die Erkenntnis, dass ich zwar meine Spiritualität im Alltag lebe, aber mit der Religiosität doch sehr willkürlich umgehe, wie es mir eben grade zeitlich und nach Lust und Laune reinpasst.

Spiritualität und Religion gehören für mich zwar zusammen, sind aber bei weitem nicht dasselbe. Spiritualität ist für mich die Verbindung mit transzendenten Wesen, hören auf die innere Stimme, bewusstes Leben, usw. Religion bringt diese Spiritualität in eine Form, richtet sie auf etwas bestimmtes aus, ist ein Gerüst. Religion ohne Spiritualität wäre somit eine leere Hülle, ohne Seele.

Jetzt habe ich erst mal die ganze Wohnung mit Salbei geräuchert und dabei gechantet. Als ich in meinem „Altarraum“ das Fenster kippte, fiel hinter mir was auf den Boden. Aha, das nächste Zeichen: in einem Regal stauben schon seit Jahren ein paar Engelenergiekarten vor sich hin, von mir wenig beachtet. Die können eigentlich gar nicht runterfallen, aber 2 haben es dennoch getan. Nämlich Erzengel Zadkiel (Transformation, göttliche Gnade, Auflösung von Grenzen, Freiheit, innere Meisterschaft) und der Engel der Umwandlung (Bote des Himmels für die Umwandlung, Vergebung, Frieden, Neuanfang). Also zweimal das Thema Transformation/Umwandlung – Neuanfang. Ich scheine auf der richtigen Fährte zu sein. Jetzt ergibt sich natürlich die nächste Frage: wie lebe ich auch meine Religiosität noch mehr im Alltag? Da habe ich wieder was zu grübeln.

Yemaya scheint mich ganz schön anzuschieben.

Treffen mit Yemaya

An Samhain zog ich aus meinen Göttinnenkarten Yemaya, eine Voodoo-Orisha, als meine Begleiterin für das nächste halbe Jahr. Irgendwie lassen mich die Voodoo-Gottheiten nicht los und auch das Element Wasser. Yemaya ist ja eine Meeres- und Flussgöttin. Nachdem es von uns aus sehr weit ist ans Meer, pilgerte ich gleich am Sonntag lieber an einen Fluss, dessen Wasser ja auch irgendwann am Meer ankommt. Der Fluss führt momentan arges Niedrigwasser, aber er ist so kalt, dass ich nicht hineingehen mochte. So tauchte ich nur die Hände ein, um Kontakt mit Yemaya aufzunehmen und ihr eine Sorge anzuvertrauen.

unten am Fluss.....

Ich bin sehr froh, dass mir Yemaya schon wieder die Ehre erweist. Vor ein paar Jahren hatte ich Kali gezogen – das war ein wirklich schlimmes Jahr gewesen. So werde ich mich wohl wieder mit dem Element Wasser mehr beschäftigen. Eigentlich wollte ich mich endlich auf „Luft“ konzentrieren, doch das soll wohl jetzt nicht sein.

Jetzt beginnt die dunkle, kalte Zeit (heute haben wir zwar wieder 25 Grad in der Sonne, aber ab morgen soll wohl der Wetterumschwung wieder kommen). Persephone steigt in die Unterwelt und ihre Mutter Demeter kümmert sich aus Trauer darüber nicht mehr um die Vegetation, so dass alles abstirbt. Der Sommerkönig, der Sonnengott ist geschwächt, liegt im Sterben. Wir können uns glücklich schätzen, dass wir in einer Zeit und in einem Land leben, in dem wir uns nicht mehr allzusehr vor dem Winter fürchten müssen. Wir haben genug Nahrung, warme und trockene Wohnungen, gute Kleidung um uns vor Wind und Wetter zu schützen. So haben wir Zeit uns auch über Kleinigkeiten Sorgen zu machen und uns über Nichtigkeiten zu ärgern, während unsere Vorfahren ums reine Überleben zu kämpfen hatten. Klar, dass sie die Natur und ihre Zeichen ganz genau beobachteten. Und auch wenn es mir hier und heute doch gut geht, so freu ich mich doch über dieses kleine Zeichen der Hoffnung, das mir die Natur geschickt hat, gut über den Winter zu kommen. Mein kleines Frühlingsprimelchen, über dessen ersten Farbtupfer nach dem Winter ich mich so gefreut habe und das ich nicht übers Herz brachte wegzuwerfen, steht an Samhain wieder in voller Blüte.

ein kleines Wunder

Friedhofsengel

Die Schleier zwischen den Welten sind heute dünn, ein guter Zeitpunkt um an liebe Verstorbene zu denken, sie einzuladen bei uns zu sein. Und wenn genug getrauert und nachgedacht ist, auch mal ein Fest zu feiern.

Heute beginnt das neue Jahr für Hex und Heid. Für mich ist es schon Tradition an diesem Abend im Kreis eine Göttinnenkarte zu ziehen um zu sehen, welche Göttin mich durch die dunkle, kalte Zeit begleiten wird. Anhand der gezogenen Göttin kann man schon erkennen, ob es eine leichte oder eher schwierige Zeit werden wird.

Aber vorher war ich natürlich wie an jedem Jahreskreisfest noch ausgiebig draußen. Diesmal habe ich meine Freundin, die Doppelbuche besucht. An dieser Stelle sind die Bäume noch richtig grün. Mädchen, es wird Zeit die Blätter abzuwerfen!!!

die Buche mit den 2 Stämmen

 

Gestern plagte mich mein Zahnarzt 1 1/2 Stunden lang. Eine große Amalgamfüllung am hintersten Zahn wurde durch Kunststoff ersetzt. Dabei musste er sehr nah am Nerv bohren (mit Spiegel, weil er sonst nicht hinsah) und mein Zahn ist deshalb heute noch etwas beleidigt. Also wollte ich lieber etwas weiches frühstücken. Aber was? Am liebsten wäre mir jetzt ein Pfannkuchen – aber ohne Milch habe ich noch nie einen probiert. Ob ich statt Milch einfach Wasser nehme? Ein trauriger Bioapfel schrumpelt einsam in der Obstschale vor sich hin – ok, es wird wieder experimentiert!

Man nehme
2 gehäufte EL Dinkelmehl
1 Prise Salz
1 gehäuften TL Rohrzucker
1 Ei
1 Messerspitze Backpulver (kann man auch weglassen, aber damit wird er doppelt so hoch)
verrühre das Ganze mit Edelsteinwasser sofern man es herumstehen hat, sonst tut es auch einfaches Leitungswasser (allmählich zugeben) bis der Teig schön dickflüssig über den Löffel läuft.
In den Teig kommt noch der sehr klein geschnittene Apfel, nochmal rühren und in einer heißen Pfanne in gutem Pflanzenöl rausbacken. Zum Anrichten kann man noch Ahornsirup oder Zimt/Zucker-Mischung oder Puderzucker geben. Ich habe nur noch viel Zimt und einen Blütenzucker drübergestreut. War seeeehr lecker und die Milch fehlte kein bisschen.

Apfelpfannkuchen zum Frühstück

Kurz vor Samhain werden wir nochmal richtig von der Sonne verwöhnt. Und weil der Nebel aus dem Tal so schön hochsteigt habe ich heute um 8 Uhr ein paar Pics aus dem Küchenfenster raus gemacht. Bei uns ist es schon herrlich sonnig, während unten noch alles im Nebel liegt.

kleiner Rundblick 1

kleiner Rundblick 2

kleiner Rundblick 3

kleiner Rundblick 4

Jetzt versteht ihr vielleicht, warum es mich bei schönem Wetter so raustreibt. Da muss man doch, oder?

Passend für die düstere Zeit habe ich mir düstere Lektüre hergerichtet.

Erdchen hat in ihrem Blog geschrieben, dass sie sich das Giger-Tarot gekauft hat und mich damit an das Buch „Dea Mortis – der Tempel der dunklen Göttin“ von Andreas Gößling erinnert, das schon lange bei mir im Regal steht. Es ist illustriert mit Bildern vom Künstler H. R. Giger, dem Illustrator vom Giger-Unterwelt-Tarot und dem Baphomet-Tarot. Bekannt dürfte jedem eine von ihm gestaltete Filmfigur sein, nämlich Alien. Mit diesen beiden Tarots habe ich noch nie gelegt, denn die Bilder fühlen sich total negativ und abweisend an. Deshalb staubte wohl auch das Buch schon lange vor sich hin. Jetzt wird es in Angriff genommen, passend zum Thema, über den eigenen Schatten reflektieren. Der silbrige Einband reflektiert übrigens auch, deshalb ist es auf dem Foto schlecht zu sehen.

Das nächste Buch, das ich mir vornehme ist das Lexikon des Dunklen, einer der Autoren ist unter anderen Christian Rätsch (deswegen habe ich mir das Buch überhaupt zugelegt). Das ist was für zwischendurch, ein Lexikon eben.

Und dann kommt noch ein Riesenwälzer und auch noch auf englisch, wird also etwas länger dauern, das komplett durchzuarbeiten, denn es ist mal wieder ein Arbeitsbuch: Buckland’s Complete Book of Witchcraft.

düstere und schwere Kost

düstere und schwere Kost

Und passend dazu liegt auch das neue Album von Rammstein schon da, das wird jetzt zum Putzen angehört.

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